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Vortrag von Rainer Nußbicker anlässlich des Epiphanias-Seminars

Gerechtigkeit – aus der Perspektive von Menschen mit Behinderungen

Behinderung wird inzwischen gemeinhin so definiert, wie wir es in der Uno-Konvention (u. a. auch in der ICF, der International Classification of Functioning, Disability and Health) finden:

„e) in der Erkenntnis, dass der Begriff der Behinderung sich ständig weiterentwickelt und dass Behinderung entsteht, wenn Menschen mit Beeinträchtigungen auf einstellungs- und umweltbedingte Barrieren stoßen, die sie an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben hindert," _1

Das Generalthema im Zusammenhang der Menschen mit Behinderungen ist Teilhabegerechtigkeit. Die von Herrn Schmidt gestern entwickelten anderen Varianten von Gerechtigkeit spielen hier auch eine Rolle, aber eine untergeordnete, und zwar aus wahrscheinlich gutem Grund. Auch dazu später mehr.

Diakonie/diakonische Hilfen/Behindertenhilfe

Die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel haben ihre Vision und Ziele unter das Motto „Gemeinschaft verwirklichen" gesetzt, nicht: Gerechtigkeit verwirklichen. In dem Papier heißt es:

„Unsere Vision greift bewusst über Bethel hinaus und formuliert eine gesellschaftliche Utopie, wie sie uns auch vom Evangelium vorgegeben wird, ein Ideal des Zusammenlebens, an dem wir unser Handeln dauerhaft ausrichten wollen (1. Kor 12, 13: "Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt."). Diese Vision ist weder neu noch spektakulär. Mit ihr vergewissern wir uns letztlich des schon Vorhandenen und formulieren es neu und zeitgemäß - damit wir es in den Mühen der Ebene nicht vergessen, damit wir uns mit dem Erreichten nicht zufrieden geben, damit Utopie irgendwann Wirklichkeit wird." _2

Darin sind eine Reihe unausgesprochener Aussagen enthalten:

  • Gemeinschaft wird hergestellt auch unter Ungleichen (mit einer christlichen Begründung), ohne Ungleichheit zu leugnen.
  • Wir haben eine Utopie (also eine Vorstellung von einem Ort oder Zustand, der noch nicht erreicht ist)
  • Wir wissen, dass wir nur vorletzte Dinge tun, und sind deshalb zu Gelassenheit fähig (eschatologischer Vorbehalt).
  • Wir wissen, dass die Antwort auf die Frage, ob das, was wir tun als diakonisch empfunden wird, nur der Mensch, dem wir dienlich sind, beantworten kann.
  • Wir wissen, dass für einen gelingenden Prozess der Hilfe der behinderte Mensch einen Beitrag von mindestens 50% erbringt.

1_ Uno-Konvention über die Rechte behinderter Menschen
2_ Bethel: Gemeinschaft verwirklichen, Unsere Vision und unsere Ziele

Hier den vollständigen Vortrag und die Präsentation als pdf-Dokument herunterladen>>>

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